Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Faktoren, die mit frühem und spätem Versagen der digitalen Revaskularisation und Replantation assoziiert sind: eine retrospektive Kohortenstudie

Factors associated with early and late digital revascularization and replantation failure: a retrospective cohort study

Retrospektive Kohortenstudie in der Zeitschrift J Hand Surg Eur Vol (2021)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtKlinische LiteraturFlorczynski M et al. · The Journal of hand surgery, European volume, 2022

Abstract

Factors associated with failure of digital revascularization and replantation procedures have been well characterized, but studies have not investigated failures occurring beyond the early postoperative period. A single-centre retrospective chart review included 284 patients (434 digits) who underwent digital revascularization or replantation. Patient-, injury- and surgery-related characteristics were compared among successful procedures, digits that failed while in hospital (early failure), and initially viable digits that failed after hospital discharge (late failure). Overall, 202 patients had successful procedures (71%). There were 51 early failures (18%) and 31 late failures (11%). Crush injuries and vein grafting were associated with early failure only. Complete amputations and leeching were strongly associated with both early and late failure. This study revealed that a substantial proportion of initially viable digits fail after discharge from hospital. Patients with signs of venous congestion may benefit from longer observation periods in hospital to avoid late failure.Level of evidence: IV.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAmputation, TraumaticFinger InjuriesFingersHumansReplantationRetrospective Studies

Zusammenfassung

Analysiert wurden 284 Patienten (434 Finger) einer monozentrischen retrospektiven Kohorte nach digitaler Revaskularisation oder Replantation: 202 Patienten (71 %) waren erfolgreich, 51 schlugen im Krankenhaus fehl (18 %), 31 erst nach Entlassung (11 %). Quetschverletzungen und Veneninterposition waren nur mit frühem Versagen assoziiert, komplette Amputationen und Blutegeltherapie hingegen stark mit frühem und spätem Versagen. Da ein erheblicher Anteil zunächst vitaler Finger nach Entlassung verloren geht, könnten laut Autoren längere stationäre Beobachtungszeiten bei Zeichen venöser Stauung sinnvoll sein.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese retrospektive monozentrische Auswertung von Patientenakten umfasste 284 Patienten (434 Digiti), die sich einer digitalen Revaskularisation oder Replantation unterzogen, und verglich patienten-, verletzungs- und operationsbezogene Merkmale zwischen erfolgreichen Eingriffen, frühen Versagen (im Krankenhaus) und späten Versagen (nach Entlassung). Die Studie ergab, dass vollständige Amputationen und Blutegelanwendung sowohl mit frühen als auch späten Versagen stark assoziiert waren. Diese Studie dokumentiert die Blutegelanwendung als einen Faktor, der in einer Untergruppe von Fällen digitaler Revaskularisation und Replantation in diesem Zentrum vorhanden war. Das Abstract berichtet lediglich eine Assoziation zwischen Blutegelanwendung und Versagen; es geht weder auf die Art der Blutegelanwendung noch auf deren kausale Rolle für die Ergebnisse ein, und die Studie war darauf ausgelegt, mit Versagen assoziierte Faktoren zu identifizieren, nicht die Blutegeltherapie selbst zu evaluieren.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Florczynski M, Khan S, Retrouvey H, Solaja O, Baltzer H. Factors associated with early and late digital revascularization and replantation failure: a retrospective cohort study. J Hand Surg Eur Vol. 2022;47(5):446-452. doi:10.1177/17531934211028155. PMID: 34384294

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 26. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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