Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Kutanes Pseudolymphom durch Hirudotherapie

Cutaneous Pseudolymphoma Due to Hirudotherapy

Fallbericht in der Zeitschrift Turkiye parazitolojii dergisi (2019)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtKlinische LiteraturTemiz S et al. · Turkiye parazitolojii dergisi, 2019

Abstract

Pseudolymphoma, also known as Jessner’s lymphocytic infiltration, is a benign but usually chronic, T-cell infiltrating disease with erythematous papules and plaques usually seen on the skin of the face, neck, and back. The use of leech therapy also known as hirudotherapy has increased in recent years. Here, we report a 52-year-old male patient who had undergone hirudotherapy in his neck and developed infiltrating plaques after four months. A skin biopsy confirmed the diagnosis of Jessner’s lymphocytic infiltration. In parallel with the increasing use of hirudotherapy in recent years, the side-effect reports will likely to increase. Indications and contraindications of hirudotherapy, which is being used officially in hospitals, should be taken into consideration.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypCase ReportsJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeDiagnosis, DifferentialHumansLeechingMaleMiddle AgedNeckPseudolymphomaSkin Diseases

Zusammenfassung

Fallbericht über einen 52-jährigen Mann, bei dem vier Monate nach Hirudotherapie am Hals infiltrierende Plaques auftraten. Eine Hautbiopsie sicherte die Diagnose einer Jessner-Lymphozyteninfiltration (Pseudolymphom), einer benignen, meist chronischen Erkrankung mit T-Zell-Infiltraten und erythematösen Papeln und Plaques, typischerweise an Gesicht, Hals und Rücken. Angesichts der zunehmenden Anwendung der Hirudotherapie erwarten die Autoren häufigere Nebenwirkungsberichte und mahnen, Indikationen und Kontraindikationen der auch in Krankenhäusern offiziell eingesetzten Methode zu beachten.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Fallbericht dokumentiert einen 52-jährigen Mann, bei dem vier Monate nach Erhalt einer Hirudotherapie ein kutanes Pseudolymphom (Jessner-Lymphozyteninfiltration) im Halsbereich auftrat, welches durch Hautbiopsie bestätigt wurde. Der Bericht ist für die hirudotherapeutische Praxis von unmittelbarer Relevanz, da er ein kutanes unerwünschtes Ereignis beschreibt, das zeitlich und anatomisch mit der Egelapplikation verknüpft ist, und somit zur begrenzten, aber anwachsenden Literatur über Nebenwirkungen dieser zunehmend angewandten Therapie beiträgt. Die Autoren merken an, dass mit der Ausweitung des Hirudotherapieeinsatzes in klinischen Settings Berichte über derartige Reaktionen zunehmen könnten, was die Bedeutung etablierter Indikationen und Kontraindikationen unterstreicht. Die wesentliche Limitation besteht darin, dass es sich um einen einzelnen Fallbericht ohne kontrollierte Daten handelt; er begründet keine Inzidenz, keinen Mechanismus und keine Kausalität über die zeitliche Assoziation hinaus und bietet keinen Einblick in das Speichelsekretom des Egels oder die vergleichende Sicherheit zwischen verschiedenen Hirudotherapie-Protokollen.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Temiz SA, Özer İ, Ataseven A, Dursun R, Fındık S. Cutaneous Pseudolymphoma Due to Hirudotherapy. Turkiye Parazitol Derg. 2019;43(1):50-52. doi:10.4274/tpd.galenos.2018.6037. PMID: 30938141

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 18. März 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 1. November 2026

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