Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Zerebrale Venenthrombose mit Beteiligung der Vena Labbé und des linken Sinus sigmoideus bei einer Patientin mit Immunthrombozytopenie unter Romiplostim: Fallbericht und Literaturübersicht

Cerebral Venous Thrombosis Involving the Vein of Labbé and Left Sigmoid Sinus in a Patient With Immune Thrombocytopenia Treated With Romiplostim: A Case Report and Literature Review

Fallbericht und Literaturübersicht in der Zeitschrift Cureus (2026)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtKlinische StudienBerrocal C et al. · Cureus, 2026

Abstract

Cerebral venous thrombosis is an uncommon but potentially serious condition primarily affecting young women. Thrombosis of the vein of Labbé is a rare site of thrombosis linked to hemorrhagic venous infarction. Thrombotic events have been reported in patients with chronic primary immune thrombocytopenia (ITP) treated with thrombopoietin receptor agonists (TPO-RAs). A 33-year-old woman with chronic ITP, treated with romiplostim for five years, presented with a progressively worsening occipital headache and a generalized seizure. Computed tomography showed a left parietotemporal intraparenchymal hemorrhage. Magnetic resonance imaging and venography confirmed left sigmoid sinus thrombosis and a hemorrhagic venous infarction caused by thrombosis of the vein of Labbé, along with signs indicating a previous superior sagittal sinus thrombosis. Romiplostim was discontinued after the event, and anticoagulation, along with corticosteroids, was started due to a decline in platelet count. Common causes of cerebral venous thrombosis were investigated and ruled out. The patient was discharged asymptomatic on hospital day 12 and was seen for outpatient follow-up. This case highlights a rare presentation of Labbé vein thrombosis in the setting of long-term use of TPO-RAs and supports a possible association.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypCase ReportsJournal Article

Zusammenfassung

Eine 33-jährige Frau mit chronischer Immunthrombozytopenie unter fünfjähriger Romiplostim-Therapie stellte sich mit progredientem okzipitalem Kopfschmerz und einem generalisierten Anfall vor. Die Bildgebung zeigte eine links parietotemporale intrazerebrale Blutung sowie eine Thrombose des linken Sinus sigmoideus und der Vena Labbé mit hämorrhagischem venösem Infarkt; zusätzlich Hinweise auf eine frühere Sinus-sagittalis-superior-Thrombose. Nach Absetzen von Romiplostim wurden Antikoagulation und Kortikosteroide begonnen; häufige Ursachen wurden ausgeschlossen. Entlassung ohne Symptome an Tag 12; laut Autoren unterstützt der Fall einen möglichen Zusammenhang mit Thrombopoetin-Rezeptor-Agonisten.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Fallbericht mit Literaturübersicht beschreibt eine 33-jährige Frau mit chronischer Immunthrombozytopenie (ITP), die fünf Jahre lang mit dem Thrombopoetin-Rezeptor-Agonisten romiplostim behandelt wurde und eine zerebrale Venenthrombose mit Beteiligung der Vena Labbé und des linken Sinus sigmoideus mit hämorrhagischem venösem Infarkt entwickelte; romiplostim wurde abgesetzt, eine Antikoagulation plus Kortikosteroide begonnen, und sie wurde am 12. Tag beschwerdefrei entlassen, wobei die Autoren argumentieren, dass der Fall einen möglichen Zusammenhang zwischen der langfristigen Anwendung eines TPO-Rezeptor-Agonisten und Thrombose stützt. Für die Hirudotherapie ist es eine Erinnerung daran, dass eine Venenthrombose paradoxerweise durch thrombozytensteigernde Therapien ausgelöst werden und mit niedrigen Thrombozytenzahlen einhergehen kann — eine Kombination, die vor jedem Verfahren, das eine lokale Blutung auslöst, wie dem Ansetzen von Blutegeln, äußerste Vorsicht erfordert. Als einzelner Fallbericht kann er eine Kausalität nahelegen, aber nicht belegen, und er beinhaltet keine Hirudotherapie; er ist nur als veranschaulichender Kontext einer Venenthrombose aufgenommen.

Zitation

Cerebral Venous Thrombosis Involving the Vein of Labbé and Left Sigmoid Sinus in a Patient With Immune Thrombocytopenia Treated With Romiplostim: A Case Report and Literature Review.

Berrocal C et al. · Cureus, 2026

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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