Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Vergleich zweier pädiatrischer Fälle, die den Einsatz von Bivalirudin während des kardiopulmonalen Bypass erforderten

Comparison of two pediatric cases requiring the use of bivalirudin during cardiopulmonary bypass

Fallserie in der Zeitschrift Perfusion (2018)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtArzneimittelentwicklungKlinische LiteraturBryant ME et al. · Perfusion, 2018

Abstract

INTRODUCTION: Comparison of two pediatric cases at our institution that utilized bivalirudin for anticoagulation on cardiopulmonary bypass (CPB); a bilateral lung transplant (BLT) and a ventricular assist device (VAD) implantation. METHODS: The same bivalirudin protocol was utilized in both cases with an initial bolus of 1 mg/kg administered by the anesthesia team, a 50 mg bolus in the pump prime at the time of the initial patient bolus and an initial infusion rate of 2.5 mg/kg/h, with titration as needed during CPB to maintain kaolin-activated clotting time (K-ACT) values >400 s. RESULTS: The BLT experienced high K-ACT levels (>720 s) for the majority of the case despite decreasing the bivalirudin infusion rate to 0.5 mg/kg/h. The VAD implantation case required the bivalirudin infusion rate to be increased to 5.0 mg/kg/h throughout the case due to low K-ACTs. CONCLUSION: The literature strongly supports a specific infusion rate1-7 (2.5 mg/kg/h) for bivalirudin anticoagulation during extracorporeal circulation. Clinicians must consider the loss of clotting factors and the administration of blood products while adjusting the bivalirudin infusion during bypass. We have now elected to maintain an infusion rate of ≥0.5 mg/kg/h for bivalirudin anticoagulation at our center, based on institutional experience, though consideration for a higher infusion rate for an added margin of safety should be considered. It is imperative to have a well-developed protocol for the management of these cardiopulmonary bypass patients and we offer our one-page timeline of events to help guide other pediatric centers looking to use bivalirudin anticoagulation.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypCase ReportsJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAdolescentAntithrombinsCardiopulmonary BypassChildFemaleHirudinsHumansMalePeptide FragmentsRecombinant Proteins

Zusammenfassung

Verglichen werden zwei pädiatrische Fälle mit Bivalirudin-Antikoagulation am kardiopulmonalen Bypass: eine beidseitige Lungentransplantation und eine VAD-Implantation. Beide erhielten 1 mg/kg als Bolus, 50 mg im Priming und initial 2,5 mg/kg/h, titriert nach K-ACT (>400 s). Der Transplantationsfall zeigte trotz Reduktion auf 0,5 mg/kg/h überwiegend hohe K-ACT-Werte (>720 s), der VAD-Fall erforderte wegen niedriger Werte eine Steigerung auf 5,0 mg/kg/h. Die Autoren betonen, Gerinnungsfaktorverlust und Blutproduktgabe seien zu berücksichtigen; ihr Zentrum behält ≥0,5 mg/kg/h bei, ein ausgereiftes Protokoll sei unerlässlich.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Fallvergleich beschreibt zwei pädiatrische Patienten – eine bilaterale Lungentransplantation und eine Implantation eines ventrikulären Assistenzsystems –, die Bivalirudin zur Antikoagulation während des kardiopulmonalen Bypasses erhielten, mit deutlich unterschiedlichem Infusionsbedarf trotz Verwendung desselben Protokolls. Bivalirudin ist ein synthetisches Analogon von Hirudin, dem ursprünglich aus dem Speichel des medizinischen Blutegels stammenden potenten direkten Thrombininhibitor; dieser Bericht veranschaulicht das reale klinische Management eines aus dem Blutegelsekretom stammenden Antikoagulans in komplexen pädiatrischen Settings. Die divergierenden Dosierungsreaktionen – ein Fall erforderte eine Reduktion der Infusion, der andere eine Steigerung – unterstreichen praktische Herausforderungen bei Titration und Überwachung einer auf Hirudin basierenden Antikoagulation während der extrakorporalen Zirkulation. Da es sich jedoch um einen Vergleich von nur zwei Fällen an einer einzigen Institution handelt, liefert dieser Bericht nur begrenzte generalisierbare Evidenz und kann keine optimalen Dosierungsprotokolle etablieren.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Bryant ME, Regan WL, Fynn-Thompson F, Hoganson D, Nasr VG, Zaleski K, et al. Comparison of two pediatric cases requiring the use of bivalirudin during cardiopulmonary bypass. Perfusion. 2018;33(7):525-532. doi:10.1177/0267659118767374. PMID: 29638202

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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