Ein vielschichtiger Ansatz bei traumatischer Ohrmuschelavulsion mit venöser Stauung
A multifaceted approach for traumatic auricular avulsion with venous congestion
Fallbericht in der Zeitschrift Harefuah (2020)
Abstract
Choice of operative technique is often a major factor in the success of replantation of traumatic avulsions of the auricle. While microsurgery is considered to produce the best aesthetic results, this approach may not be an option due to vascular damage. We present the case of a 66-year-old Caucasian male with a subtotal traumatic left auricle avulsion. Microsurgical repair was not attempted as vessels amenable to anastomosis could not be found. Instead, the auricle was replanted in a non-microsurgical manner as a composite graft using Monocryl sutures. As a preventative measure for clot formation heparin was injected intradermally throughout the anterior auricular surface and helix. Twenty-four hours postoperatively, as signs of venous congestion were noted, a multimodal therapy was initiated combining mechanical, chemical and biological therapies. Medicinal leech therapy (hirudotherapy) was used to enhance venous drainage and prevent clot formation. Hirudotherapy is an effective and safe treatment modality for venous outflow obstruction in avulsed auricle injuries. However, one must consider the possible complications of leech therapy and the need for close monitoring. An examination conducted two months following the initial injury revealed optimal patient outcomes with excellent aesthetic results and full auricular sensation. Good vascular outflow is integral to the successful salvage of replanted tissues. Venous stasis must be identified and addressed early for good patient outcomes. The current report highlights the importance of a multifaceted approach in cases of traumatic auricular avulsions followed by venous congestion.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Bei einem 66-Jährigen mit subtotaler traumatischer Avulsion der linken Ohrmuschel fand sich kein anastomosefähiges Gefäß; die Replantation erfolgte nichtmikrochirurgisch als Komposittransplantat mit Monocryl-Nähten und intradermalen Heparininjektionen zur Gerinnungshemmung. Nach 24 Stunden wurde bei Zeichen venöser Stauung eine mechanische, chemische und biologische Therapie kombiniert; die Blutegeltherapie (Hirudotherapie) sollte den venösen Abfluss verbessern. Zwei Monate später zeigten sich exzellente ästhetische Ergebnisse und vollständige Sensibilität. Die Autoren halten Hirudotherapie bei venöser Abflussstörung für wirksam und sicher, fordern aber Überwachung wegen möglicher Komplikationen.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Dieser Fallbericht beschreibt einen 66-jährigen Mann mit subtotaler traumatischer Ohrenavulsion, der mittels nicht-mikrochirurgischer Replantation als Composite Graft behandelt wurde, da keine für eine Anastomose geeigneten Gefäße aufgefunden werden konnten. Zur Prävention einer Gerinnselbildung wurde intradermal Heparin injiziert; als 24 Stunden postoperativ eine venöse Stauung auftrat, wurde eine multimodale Therapie eingeleitet, einschließlich medizinischer Blutegeltherapie (Hirudotherapie) zur Verbesserung des venösen Abflusses und zur Prävention einer Gerinnselbildung. Bei der Nachuntersuchung nach zwei Monaten wurden exzellente ästhetische Ergebnisse und eine vollständige Sensibilität des Ohres erreicht. Caveat: Es handelt sich um einen einzelnen Fallbericht ohne Kontrollgruppe; die Zusammenfassung weist darauf hin, dass mögliche Komplikationen der Blutegeltherapie und die Notwendigkeit engmaschiger Überwachung berücksichtigt werden müssen.
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Gross E, Wolf Y. A multifaceted approach for traumatic auricular avulsion with venous congestion. Harefuah. 2020;159(8):560-564. PMID: 32852154
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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