Ausschließlich arterielle Ohrreplantation bei einem Kind: ein Fallbericht mit täglicher fotografischer Dokumentation
Artery-Only Ear Replantation in a Child: A Case Report With Daily Photographic Documentation
Fallbericht in der Zeitschrift Eplasty (2016)
Abstract
Objective: Ear replantation poses a significant technical challenge even for the skilled microsurgeon. Many ear amputations result from avulsion and thus have damaged and often diminutive vessels with a paucity of veins. Artery-only replantation is an option for ear salvage, but little is published on the clinical course and appearance after this procedure. Methods: A subtotal ear replantation was performed on a 10-year-old boy without a venous anastomosis. Leech therapy was used to manage venous congestion postoperatively, and daily photography was performed to document the clinical course. Results: Postoperative venous congestion was successfully managed with leech therapy. Four days after the replantation, arterial thrombosis occurred that required a take back and salvage with an interposition vein graft for arterial repair. Native venous drainage and arterial revascularization from skin edges were evident by postoperative day 12, and leeches were discontinued on day 14. The patient required debridement of the posterior ear and superior helix necrotic skin, with burying of the upper portion of the ear in a superior auricular skin flap. The ear was subsequently released from the head, and the exposed portions were covered successfully with a full-thickness skin graft. Conclusions: While arterial and venous anastomoses should always be attempted, arterial-only ear replantation can provide excellent results when venous congestion is properly managed. Daily photography can be a useful tool to monitor subtle skin color changes that may indicate native venous drainage and arterial revascularization.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Bei einem 10-jährigen Jungen wurde eine subtotale Ohrreplantation ohne Venenanastomose durchgeführt; die postoperative venöse Stauung ließ sich erfolgreich mit Blutegeln behandeln, der Verlauf wurde täglich fotografiert. Vier Tage nach der Replantation erforderte eine arterielle Thrombose eine Revision mit Veneninterponat. Bis Tag 12 zeigten sich native venöse Drainage und arterielle Revaskularisierung über die Hautränder, an Tag 14 endete die Blutegeltherapie. Nach Debridement und Vollhautdeckung kann, so die Autoren, eine nur arterielle Replantation bei adäquat behandelter Stauung exzellente Ergebnisse liefern.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Dieser Fallbericht beschreibt einen 10-jährigen Jungen, der sich nach Amputation einer subtotalen Ohrreplantation ohne venöse Anastomose unterzog, wobei die postoperative venöse Stauung mittels Blutegeltherapie über etwa 14 Tage behandelt wurde. Am Tag 4 trat eine arterielle Thrombose auf, die eine Salvage-Operation mit einem interponierten Venentransplantat erforderlich machte, und am Tag 12 wurde eine native venöse Drainage erkennbar. Der Patient benötigte letztlich ein Débridement nekrotischer Haut und ein Vollhauttransplantat, erreichte jedoch ein erfolgreiches Ergebnis. Es dokumentiert den Einsatz der Hirudotherapie zur Behandlung der venösen Stauung bei arteriell-only-Replantation – einem anspruchsvollen mikrochirurgischen Szenario. Der Caveat ist, dass es sich um einen einzelnen Fallbericht ohne Kontroll- oder Vergleichsdaten handelt und der klinische Verlauf multiple Interventionen umfasste, sodass der spezifische Beitrag der Blutegeltherapie zum finalen Ergebnis nicht isoliert werden kann.
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Mendenhall SD, Sawyer JD, Adkinson JM. Artery-Only Ear Replantation in a Child: A Case Report With Daily Photographic Documentation. Eplasty. 2016;16:e39. PMID: 28101290
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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