Vergleich der Replantationstechniken bei Ohrmuschelamputationen
A comparison of ear amputations replantation techniques
Übersichtsarbeit in der Zeitschrift J Stomatol Oral Maxillofac Surg (2023)
Abstract
BACKGROUND: The management of traumatic ear amputations remains a rare and difficult occurrence for surgeons. This is due to the fact that the chosen replantation technique must ensure the best vascular supply and the surrounding tissues have to be preserved as to not jeopardize a future auricular reconstruction in the event of replantation failure. OBJECTIVE: This study aimed to review and synthesize the literature about the different surgical techniques described to date in the management of traumatic ear amputations (partial or total). MATERIALS AND METHODS: Relevant articles were searched on PubMed, ScienceDirect, and Cochrane Library databases in accordance with the PRISMA statement guidelines. RESULTS: A total of 67 articles was retained. When possible, microsurgical replantation enabled the best cosmetic result but required important care. CONCLUSION: Pocket techniques and local flaps should not be performed because of the lower cosmetic result and the use of the surrounding tissues. However, they could be reserved for patients without access to advanced reconstructive techniques. When possible, microsurgical replantation can be attempted after patient consent for blood transfusions, postoperative care and hospital stay. Simple reattachment for earlobe amputations and ear amputations up to one third is recommended. When microsurgical replantation cannot be attempted, and if the amputated segment is viable and bigger than one third, simple reattachment may be attempted with an increased risk of replantation failure. In case of failure, an auricular reconstruction by an experienced microtia surgeon or prosthesis may be considered.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
In dieser Übersichtsarbeit gemäß PRISMA-Leitlinien wurden 67 Artikel aus PubMed, ScienceDirect und Cochrane zu Replantationstechniken bei traumatischen Ohrmuschelamputationen ausgewertet. Wo möglich, liefert die mikrochirurgische Replantation das beste kosmetische Ergebnis, erfordert jedoch erheblichen Betreuungsaufwand. Taschentechniken und lokale Lappen sollten wegen geringerer Ästhetik nicht eingesetzt werden, könnten aber Patienten ohne Zugang zu fortgeschrittenen rekonstruktiven Verfahren vorbehalten bleiben. Die einfache Wiederanheftung eignet sich für Ohrläppchen und Amputationen bis zu einem Drittel; bei Amputaten über einem Drittel ohne Mikrochirurgie ist das Versagensrisiko erhöht.
Kontext
Dieser Übersichts- und Vergleichsartikel synthetisierte 67 Artikel zu chirurgischen Techniken für die Behandlung traumatischer Ohramputationen und kam zu dem Schluss, dass die mikrochirurgische Replantation das beste kosmetische Ergebnis liefert, sofern sie durchführbar ist, während Taschentechniken und lokale Lappen geringere kosmetische Ergebnisse erbringen. Das Abstract konzentriert sich auf Vergleiche chirurgischer Techniken, Indikationen für unterschiedliche Vorgehensweisen und das Management von Replantationsversagen. Blutegel, Hirudotherapie und das Blutegelsekretom werden im Abstract an keiner Stelle erwähnt. Der Übersichtsartikel konzentriert sich auf die chirurgische Entscheidungsfindung bei Ohrreplantation und liefert keinerlei Evidenz zur Blutegeltherapie.
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Baldini N. A comparison of ear amputations replantation techniques. J Stomatol Oral Maxillofac Surg. 2024;125(12 Suppl 2):101497. doi:10.1016/j.jormas.2023.101497. PMID: 37178870
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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