Heparininduzierte Thrombozytopenie mit verzögertem Beginn
Delayed-onset heparin-induced thrombocytopenia
Fallserie in der Zeitschrift Ann Emerg Med (2005)
Abstract
Delayed-onset heparin-induced thrombocytopenia is a syndrome in which thrombocytopenia and thrombosis begin several days after heparin discontinuation. Delayed-onset heparin-induced thrombocytopenia is caused by immunoglobulin G antibodies that are reactive against the heparin-platelet factor 4 complex in the absence of circulating heparin. We describe 2 patients with delayed-onset heparin-induced thrombocytopenia who presented to the emergency department. An 88-year-old man and a 62-year-old man experienced thrombocytopenia and thrombosis 9 or more days after heparin cessation and demonstrated a further decrease in platelet count on reexposure to heparin. Delayed-onset heparin-induced thrombocytopenia should be included in the differential diagnosis of a patient with recent heparin exposure who presents with thrombosis or thrombocytopenia.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Der Bericht beschreibt zwei männliche Patienten im Alter von 88 und 62 Jahren, die sich mit einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie mit verzögertem Beginn in der Notaufnahme vorstellten. Beide entwickelten mindestens 9 Tage nach Beendigung der Heparingabe eine Thrombozytopenie und Thrombose; bei erneuter Heparinexposition sank die Thrombozytenzahl weiter ab. Die Autoren empfehlen, diese Form der HIT in die Differenzialdiagnose von Patienten mit kürzlicher Heparinexposition, die sich mit Thrombose oder Thrombozytopenie vorstellen, einzubeziehen.
Kontext
Dieser Artikel stellt zwei Fälle einer verzögert auftretenden Heparin-induzierten Thrombozytopenie vor und beschreibt einen 88-jährigen Mann sowie einen 62-jährigen Mann, die neun oder mehr Tage nach Beendigung der Heparingabe eine Thrombozytopenie und Thrombose entwickelten, mit weiterem Thrombozytenabfall bei Reexposition. Das Abstract erläutert, dass das Syndrom durch IgG-Antikörper vermittelt wird, die gegen den Heparin–Plättchenfaktor-4-Komplex reagieren, selbst bei Abwesenheit von zirkulierendem Heparin, und betont die Bedeutung der Einbeziehung der verzögert auftretenden HIT in die Differentialdiagnose. Das Abstract selbst erwähnt weder Hirudin noch Lepirudin, Blutegel oder irgendeine antikoagulatorische Therapie. Der Umfang beschränkt sich auf die diagnostische Erkennung anhand zweier Fallberichte, ohne Behandlungsdetails.
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Smythe MA, Stephens JL, Mattson JC. Delayed-onset heparin-induced thrombocytopenia. Ann Emerg Med. 2005;45(4):417-419. doi:10.1016/j.annemergmed.2004.08.005. PMID: 15795722
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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